Am gestrigen Sonntag endeten die World University Games im Ruhrgebiet. Die LG Halver-Schalksmühle sorgte dafür, dass seit dem heutigen Montag ein Stück davon in Zukunft auch in Halver präsent sein wird.
Aus dem Lohrheidestadion auf den Franz-Dobrikat-Sportplatz
Die Leichtathletik-Wettbewerbe dieser Studenten-WM wurden im Wattenscheider Lohrheide-Stadion ausgetragen. Am Sonntag wurden dort die letzten Medaillen vergeben – und dann begann der Ausverkauf. Wie bei solchen Meisterschaften üblich, werden fast alle mobilen Wettkampfgeräte – von der Hoch- und Stabhochsprunganlage über Hürden, Hindernisse und Wurfgeräte bis hin zum Starterpodest – vom Veranstalter extra für den Wettkampf angeschafft und „gebrandet“, das heißt mit dem Logo und dem Namenszug der Veranstaltung versehen. In diesem Jahr waren die Geräte in (LGHS-) Blau lackiert und mit dem Schriftzug der FISU (des Studenten-Verbandes) und der Rhine-Ruhr-Games versehen. Nach dem Ende solcher Meisterschaften werden die Geräte dann als Gebrauchtware angeboten, um einen Teil der Kosten zu refinanzieren – meist zu einem Bruchteil des Originalpreises.
Abdeckung für Weitsprunggrube
LG-Sportwart Dirk Maximowitz, der gemeinsam mit Klaus-Peter Niehaus am Donnerstag und Freitag die Wettkämpfe im Lohrheidestadion live verfolgte, hatte sich um mehrere der Geräte beworben, um Lücken in der Vereinsausstattung zu schließen. Den Zuschlag erhielt die LG für eine wasserdichte Abdeckung der Weitsprunggrube mit den Maßen 11 x 3,80 Meter sowie eine Transporttasche für Stabhochsprungstäbe. Die Grubenabdeckung, die als Neuware ca. 1500 bis 2000 Euro kosten würde, erwies sich als absolutes Schnäppchen: 20 Euro zahlte die LG dafür. „Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um einen Fehler handelt“, vermutet Maximowitz allerdings. Es gab eine Liste mit Neupreisen, die die FISU für die Artikel bezahlt hatte; darauf erhielten die Interessenten ca. zehn Prozent Nachlass. „Ich denke, dass dort eigentlich 2200 und nicht 22 Euro hätte stehen müssen“, freute sich der Sportwart über dieses Schnäppchen. Der Einkaufspreis für die Transporttasche war mit 110 Euro angegeben; für sie musste die LG noch 100 Euro bezahlen. Im Handel kosten solche Taschen je nach Material, Ausführung und Anbieter zwischen 300 und 600 Euro. Auch dieses Geld war also gut investiert.
Kein Zuschlag für Stabhochsprungständer
Zusätzlich hätte die LG noch gerne ein Paar Stabhochsprungständer erworben. Die beiden elektronischen Anlagen aus dem Hauptstadion wurden für jeweils 26.400 Euro angeboten – das wäre für die LG selbstverständlich nicht leistbar. Eine manuelle Anlage, die auf dem Aufwärmplatz im Einsatz war, war in der Liste mit 2640 Euro angegeben, hätte also wahrscheinlich ca. 2400 Euro gekostet. Hier kam die LG aber leider nicht zum Zuge. Der Marktpreis einer solchen neuen Anlage liegt zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Für die Erneuerung der fast 40 Jahre alten Ständer, die auf dem Franz-Dobrikat-Sportplatz im Einsatz sind, wäre dieses Schnäppchen gerade richtig gekommen.

